Ayurveda-Phytotherapie
„Gott bestrafte die Menschen mit Krankheiten, schenkte ihnen ein Gegenmittel in Form von Kräutern, damit die Menschen verstehen, wie groß seine Stärke ist.“ – Paracelsus

Solange die Menschheit existiert, greift sie auf die Hilfe der Natur zurück – sie verwendet Kräuter und andere natürliche Heilmittel bei der Behandlung verschiedener Krankheiten. Ayurveda hat als ältestes medizinisches System über 5000 Jahre Heilungserfahrung mittels der Phytotherapie, Kenntnisse über die Wirkung von Pflanzen auf den menschlichen Körper und Tausende von Formulierungen gesammelt.

Die ayurvedische Herangehensweise an die Natur von Kräutern ist viel weiter und tiefer als in jedem anderen medizinischen System. Bei der Herstellung von Arzneimitteln aus Kräutern, Mineralien und tierischen Produkten müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Im Unterschied zur traditionellen Pharmakologie zielt die Pflanzenbehandlung nicht auf die Synthese eines Wirkstoffs ab, sondern auf die Erhaltung des Wirkstoffkomplexes des Krauts in seiner natürlichen Form.

Die Schlüsselkonzepte der ayurvedischen Pharmakologie:

    1. Panchamahabhuta oder die „5-Elemente“-Theorie – im Universum bestehen alle lebenden und nicht lebenden Objekte aus Luft, Äther, Feuer, Erde und Wasser, einschließlich Kräutern.
    2. Integrale Kräfte – Vata, Pitta, Kapha – kombinieren diese Elemente in Abhängigkeit von Bedingungen, die durch die Erfahrung von vorherigen Leben, genetischen Besonderheiten, Ort, Geburtszeit usw. begründet werden. Der Mensch hat eine Konstitution, sowie die Kräuter zeichnen sich durch die Vorteile von Vata, Pitta oder Kapha. Die Kenntnisse über die ursprüngliche menschliche Natur (Prakriti), menschliche Disposition für Krankheiten und die Diagnostik des aktuellen Zustands (Vikriti) ermöglichen die Auswahl von Kräutern oder medizinischen Kompositionen, die aufgrund ihrer Konstitutions- und Energieeigenschaften den Überschuss oder Mangel bestimmter primärer Elemente ausgleichen.
    3. Ein Kraut besteht wie der menschliche Körper aus sieben Geweben (Dhata): Saft eines Krauts – Plasma; Teer ist sein Blut; Holz ist Muskel; Gummi ist ein Fett; Rinde entspricht den Knochen; Blätter – Knochenmark und Nervengewebe; Blüten und Früchte – Fortpflanzungsgewebe. Dhata eines Krauts beeinflusst den entsprechenden Dhata des menschlichen Körpers. Saft – Plasma, Harz – Blut, Holz – Muskel, Gummi – Fettpolster, Rinde – Knochen, Blätter – Knochenmark und Nervensystem, Blüten und Früchte – Fortpflanzungsorgane.
    4. Eine der wichtigsten und einzigartigen Eigenschaften von Kräutern ist laut Ayurveda ihre Energie. Die Definition der Energie von Kräutern und Gewürzen umfasst: Geschmack, Virya (Wirkungen der Erhitzung und Abkühlung), Vipak (Wirkung nach der Verdauung) und Prabhava (spezifische Wirkung, die nicht analysiert werden kann).
    5. Der Geschmack (Rasse) wirkt auf den geistigen und körperlichen Zustand ein, beeinflusst die Verdauung, startet Agni (Verdauungsfeuer). Ayurveda unterscheidet sechs Geschmäcke, von denen jede aus fünf Elementen besteht: süß – Erde und Wasser, sauer – Erde und Feuer, salzig – Feuer und Luft, bitter – Luft und Äther, adstringierend – Erde und Luft.
    6. Virya – die wärmende oder kühlende Qualität von Kräutern. Die Kräuter können mit ihrem anhaftenden Geschmack den Körper entweder erwärmen oder abkühlen, der eine grundlegende energetische Wirkung auf den Körper hat.
    7. Vipak verfügt über die Einwirkung von Geschmäcken nach der Verdauung. Zum Beispiel haben süße und salzige Geschmäcke einen süßen Vipak, saurer Geschmack – einen sauren Vipak und bittere, würzige und adstringierende Geschmäcke – einen scharfen Vipak. Süßes und salziges sorgen um die Speichelabsonderung und anderen Kapha-Absonderungen. Saure Kräuter stimulieren die Absonderung des Magensaftes, Galle und anderen Erscheinungsformen von Pitta. Bitterer, schärferer und adstringierender Geschmack erhöht die Trockenheit und Gasbildung im Dickdarm und verbessert Vata.
    8. Prabhava – eine einzelne Besonderheit von Kräutern, die sich nicht mit den grundlegenden Geschmackseigenschaften schneidet und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigt.

Ayurveda unterteilt Heilkräuter in mehrere Arten:

      1. Verbesserung der Funktion der inneren Organe – diese Kräuter bekämpfen schädliche Bakterien, regen sie die Verdauung an.
      2. Kräuter mit harntreibender Wirkung – Aktivierung der Funktion von Nieren, Erhöhung der Ausscheidung von überschüssigem Wasser aus dem Körper, Normalisierung des erhöhten Blutdrucks.
      3. Schweißtreibende Kräuter werden bei der Verkühlung verwendet.
      4. Karminativum-Kräuter – Entfernung von überschüssigen Gasen aus dem Darmtrakt, Beseitigung von Verstopfungen, die psychosomatischer Natur sind (Stress, nervöse Überlastung).
      5. Kräuter, die den Stoffwechsel verstärken – die Beschleunigung von Stoffwechselprozessen.

Darreichungsformen im Ayurveda
Man unterscheidet im Ayurveda viele Darreichungsformen, von denen jede ihre spezifische Wirkung auf den Körper hat:

      • Vati – Pillen
      • Taila – Öl
      • Churna – Pulver
      • Basma – Produkte, die auf der Basis von Mineralien und Edelmetallen hergestellt werden, die in Flammen gebrannt wurden
      • Avaleha Leham Pak – Konfitüren und Marmeladen
      • Sita Kashaya – eine Lösung, die mit kaltem Wasser zubereitet wird (Lösung ist über Nacht auszugießen)
      • Swasara – Säfte
      • Ghrita – eine Mischung aus Heilkräutern mit Ghee-Öl
      • Phanta – heiße Lösungen
      • Tinktur – alkoholisches Elixier.

Im Phytolabor von Calendula Pharma Co. werden alle vorhandenen Formen von pflanzlichen Arzneimitteln hergestellt. Nach der Untersuchung jedes Patienten verschreiben die Ärzte der Klinik die Phytopräparate – mehr als 1.500 Rezepturen stehen zur Verfügung, und in einigen Fällen werden individuelle Rezepte ausgearbeitet und die am besten geeigneten Dosierungsformen ausgewählt.

Phytotherapie ist eine sichere, umweltfreundliche Behandlungsmethode. Pflanzliche Arzneimittel verursachen keine Nebenwirkungen und Sucht. Laut Naturregel wurde für den Menschen Alles geschaffen, was er als Arzneimittel verwenden kann.